Schönbach, Collardins Mühle

1925 kaufte der international tätige Kölner Kaufmann Gerhard Collardin von Karl Winkel aus Erdbach eine halbfertige Mühle in der Nähe des Schönbacher Bahnhofs (an der 1906 eröffneten Westerwaldquerbahn Herborn - Rennerod). Zudem erwarb er die Schürfrechte für eine Stollen im "Alteberg" am südlichen Ortsrand von Schönbach, wo Adolf Klein aus Schönbach Grünerde gefunden hatte. Das meergrüne Mineral, das man seit der Antike als Farbstoff (z.B. in der Malerei) nutzt, wurde in der Mühle mit Hilfe eines Deutz-Dieselmotors gemahlen und in verschiedenen Körnungen in den Handel gebracht.

Später ging der Betrieb zur Herstellung von Mittelns zur Metalloberflächenbehandlung über und wurde von der Chemiefirma Henkel (Düsseldorf) übernommen. Um 1997 beschäftigte die Firma etwa 100 Personen.

Das auf einem Foto der 1930er Jahre (?) abgebildete langgezogene Gebäude wurde zu einem nicht bekannten Zeitpunkt abgebrochen, und durch moderne Produktionanlagen ersetzt.

Objektinformationen

Text


Lage

Am nördlichen Rand von Schönbach. Zufahrt von der Schönbacher Hauptstraße über die Straßen Im Bächel und Breitscheider Straße in die Collardinstraße.


Bilder


Bearbeiter: Otto Volk

Abbildungen: (1) Fotograf unbekannt. Aus: Nöllge, Schönbacher Mühlen S. 212.

Literatur:

Rainer Nöllge, Geschichte der Schönbacher Mühlen. In: Heimatjahrbuch für das Land an der Dill im Lahn-Dill-Kreis 1997, S. 209-213, hier S. 212 f.

Web-Informationen: