Wetzlar, Wasserwerk

Text in der Denkmaltopographie Stadt Wetzlar:

"Schon im Jahre 1836 plante der Magistrat der Stadt Wetzlar in der Oberstadt neue Brunnen zu bohren, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Es sollten Brunnen im Hof des Gymnasiums an der Obertorstraße und im Bereich der heutigen Konrad-Adenauer-Promenade niedergebracht werden. Im Zuge des zunehmenden Bergbaus im Lahnberg sank in den 60er und 70er Jahren des 19. Jahrhunderts der Wasserspiegel so weit, dass im Jahre 1876 der Goethebrunnen austrocknete. Seit dem Ende der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts versuchte man Abhilfe zu schaffen, indem man Tiefbrunnen bohrte. Hierzu führte man seit 1886 Stollen in den Stoppelberg und nahm auch die Planungen für ein Wasserwerk an der Promenade wieder auf. Im Jahre 1894 wurden das Wasserwerk und der Hochbehälter an der Promenade in Betrieb genommen. Das eingeschossige Backsteingebäude unter einem weit überkragenden, flachen Walmdach wird durch Werksteinbänder in Brüstungsund Kämpferhöhe der Rundbogenfenster gegliedert. Besonders betont sind die mit einer Eckquaderung versehenen abgeschrägten Gebäudekanten. Diamantierte Schlusssteine in Tür und Fenstern vervollständigen die Fassadenzier. Zum Wasserwerk gehört auch ein Hochbehälter, dessen eingeschossige, gestaffelte Fassade mit einem Flachdach mit eiserner Brüstung versehen ist. Über dem Eingang befindet sich eine Inschriftentafel, über der in einem halbrunden Giebel in einer ovalen, mit Rollwerk und Blattranken eingefassten Kartusche das Stadtwappen thront. (g,s,t)".

[vorläufiger Text, wird ersetzt]

Objektinformationen

Sparte: Wasserversorgung und Entsorgung

Funktion: Wasserwerk

Nutzungszeit: 1894 - heute

Zustand: gut

Denkmalschutz: ja


Lage und Zugänglichkeit

Adresse: Konrad-Adenauer-Promenade (bei Nr. 11), Wetzlar

Lage: östlich des historischen Stadtkerns

Zufahrt:

Zugänglichkeit: von außen jederzeit zugänglich


Bilder


Abbildungen: (1-5) Otto Volk

Literatur:

  • Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland : Kulturdenkmäler in Hessen : Stadt Wetzlar, bearbeitet von Reinhold Schneider, 2004., S. 264

Web-Informationen: 

Bearbeiter/in: Otto Volk