Brungershausen, Dammhammer

Das Hammerwerk Dammhammer bei Brungershausen wurde in einem älteren, 1272 genannten Mühlengehöft am linken Lahnufer eingerichtet. 1874 kaufte Reinhard Lettermann aus Biedenkopf die Huthemühle und ließ sie zu einem Werkzeugbetrieb mit Hammerwerk umbauen. Die beiden Mahlgänge und ein Schlaggang wurden ausgebaut und durch einen Hammer ersetzt, mit dem der Schmied Richstein Äxte und anderes Werkzeug herstellte. Bereits an der Wende zum 20. Jahrhundert wurde der Hammer stillgelegt.
Der Dammhammer wurde handwerklich, nicht industriell betrieben, gehört jedoch zu den kleineren Betrieben, in denen das Eisen aus der Region weiterverarbeitet wurde. Die späte Gründung des Hammers ist eher ungewöhnlich.

2012 wurde von der Firma Steinhoff-Energieanlagen GmbH am Mühlgraben des Dammhammers ein neues Wasserkraftwerk in Betrieb genommen, das mit Hilfe einer sog. Wasserschnecke Strom erzeugt. Damit wird der benachbarte Campingplatz versorgt, der größere Teil von etwa 450.000 kWh in das öffentliche Stromnetz abgegeben.

Objektinformationen

Sparte: Eisen, Stahl und Metalle

Funktion: Eisenhammer

Nutzungszeit: 1874 - Anfang 20. Jh.

Zustand: unklar

Denkmalschutz: unklar


Lage und Zugänglichkeit

Adresse: Zum Dammhammer 2, Lahntal-Brungershausen

Lage: südwestlich von Brungershausen am Mühlgraben in der Nähe der Lahn

Zufahrt: von Brungershausen oder Kernbach

Zugänglichkeit: Privatbesitz, in unmittelbarer Nähe des Campingplatzes


Bilder


Abbildungen: (1-2) Otto Volk, April 2017

Literatur:

  • Pez, L.: Der Dammhammer - einst die Huthemühle, in: Aus der Vergangenheit unserer Heimat 47, 1950.

Web-Informationen:

          Wasserkraftwerk Dammhammer 

Bearbeiter/in: Otto Volk