Obershausen, Grube Eppstein (unfertig)

Klein:

Im Stollen Eppstein waren im Jahr 1917 158 Bergleute beschäftigt, die 32.402 Tonnen Roteisenstein mit einfachsten Mitteln förderten. Nach dem 1. Weltkrieg sank die Belegschaft auf 93 Mann, die immerhin noch 15.397 Tonnen des Gesteins förderten. 1919 erfolgte die Zusammenlegung mit der Grube „Schiefer“ unter der Verwaltung der Fa. Krupp, Essen. In der Zeit der Rezession sank die Zahl weiter auf 43 Bergleute im Jahr 1926, bis dann schließlich im Jahr 1930 die Grube Eppstein stillgelegt wurde. Die Förderleistung betrug zu diesem Zeitpunkt noch 11.849 Tonnen im Jahr.

 

Durch den mit der Machtergreifung der Natioalsozialisten einhergehenden steigenden Bedarf an Rohstoffen, wurde am 20.01.1934 die Wiederinbetriebnahme der Grube durch die Krupp’sche Bergverwaltung mit einer Belegschaft von 50 - 60 Mann beantragt.

 

Noch heute kann man Reste des Zechenhauses und des Fördeschachtes der Grube Eppstein/Peterslust an der Kreuzung K 450/„Heerestraße“ sehen. Dieser etwa 130 m tiefe Schacht war Zugang für einen Stollen, der 300 m weit - etwa entlang der K 450 (Obershausen - Dillhausen) - fast bis an die Grube Schiefer reichte und mit dieser später auch verbunden wurde. Ein Lokomobil betrieb den Förderkorb, pumpte das Wasser aus dem Schacht und sorgte über Ventilatoren für frische Luft.

 

Bis in das Jahr 1941 wurde die Grube Eppstein und Schiefer noch von Obershausen aus betrieben. Die Seilbahn führte bis zur Grube Waldhausen. Dann wurden auch dort die Förderanlagen abgebaut.

 

Zur Grube Eppstein gehört auch die Stollenanlage im Rückersbach, die nach Stillegung bis in die heutigen Zeit als Wassergewinnungsanlage genutzt und von dem langjährigen Wassermeister Wilhelm Eckert gepflegt wurde. Unweit davon ist noch eine kleine Schieferhalde durch den aufmerksamen Betrachter zu erkennen.

Objektinformationen

 Sparte:  Bergbau

Funktion: Roteisenteingrube / Schiefergrube

Nutzungszeit: um 1870 ? - 1941

Zustand:

Denkmalschutz: nein


Lage und Zugänglichkeit

Adresse: Löhnberg-Obershausen, Eppstein 1

Lage:

Zufahrt:

Zugänglichkeit:


Bilder


Bearbeiter/in: Otto Volk

Abbildungen:

Literatur: Thomas Klein, Der Dillhäuser Bergbau im 19. Jahrhundert. In: 700 Jahre Dillhausen, 1307-2007, Geschichte und Geschichten, hrsg. von der Gemeindeverwaltung Mengerskirchen, 2007, S. 87-91.

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