Herborn Bahnhof

Der 1907 errichtete Bahnhof in Herborn löste einen älteren Vorgängerbau ab, der nördlich des heutigen Standorts lag und für die am 12.1.1862 eröffnete Linie Burbach - Gießen der Cöln-Mindener Eisenbahn errichtet worden war. Mit dem Bau der Westerwaldstrecke Herborn - Driedorf, die am 1.5.1906 von den Hessisch-Preußischen Staatsbahnen eröffnet wurde, wurde ein neues Bahnhofsgebäude erforderlich. Dieses heutige Gebäude ist in mehreren Bauteilen breit und assymetrisch angelegt. Besonders markant ist der hohe Schweifgiebel aus Werkstein mit einem großen Bogenfenster der Bahnhofshalle, der mit dem Eingang zum Bahnhof den optischen Endpunkt der Bahnhofstraße bildet.
Die Größe des Bahngeländes östlich der heute befahrenen Strecke mit mehreren, heute brachliegenden Gleisen des früheren Güterbahnhofs deutet noch die Bedeutung des Herborner Bahnhofs für den Güterumschlag im Dilltal an. Ein Teil dieses Geländes soll zukünftig aufgegeben und gewerblich bebaut werden.
Der Bahnhof ist wegen seiner geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung als Kulturdenkmal ausgewiesen.

Objektinformationen

Sparte: Transport und Verkehr / Eisenbahnverkehr

Funktion: Bahnhof

Nutzungszeit: 1907 - heute

Zustand: unklar

Denkmalschutz: ja


Lage und Zugänglichkeit

Adresse: Bahnhofsplatz, Herborn

Lage: östlich des Stadtzentrums auf der linken Dillseite

Zufahrt: auf der Bahnhofstraße

Zugänglichkeit: frei zugänglich


Bilder


Abbildungen: (1-7) Otto Volk, (8) Altfoto

Literatur:

  • Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland: Kulturdenkmäler in Hessen : Lahn-Dill-Kreis Band I, bearbeitet von Heinz Wionski, 1986, S. 257.
  • Dehio, Georg: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Hessen, Neuauflage, bearbeitet von Folkhard Cremer. Band 1: Regierungsbezirke Gießen und Kassel, 2008, S. 403.
  • Rödel, Volker: Reclams Führer der Industrie und Technik in Deutschland. Band 1: Alte Länder, 1992 S. 149.

Web-Informationen:

Bearbeiter/in: Otto Volk