Hadamar, Staatliche Erwin-Stein-Glasfachschule

Nach dem Zweiten Weltkrieg begründeten Heimatvertriebene aus dem Sudetenland in Hadamar und Umgebung eine neue Glasveredlungsindustrie. Mit Lehrkräften aus Böhmen (Sudetenland) wurde 1949 in der Stadt zur Aus- und Weiterbildung eine Staatliche Glasfachschule gegründet und 1955/57 ein eigenes Lehr- und Unterrichtsgebäude errichtet.
Dieses nach einem Entwurf von Regierungsbaurat Ewald 1955/57 errichtete Lehr- und Unterrichtsgebäude ist ein Stahlbeton-Skelettbau mit Sichtflächen aus gelblichem Klinkern und einem Flach- bzw. Schrägdach. "Für die Eingangshalle als transparente Lichtzone bestimmend sind die gegenschwingende Freitreppe und Empore. Weitere Akzente setzen der grüne Marmorfußboden sowie die Buntglasluken. Von einigen Änderungen abgesehen, blieb das Innere unberührt mit wichtigen Elementen wie der Staffelvitrinen und Türwänden. Der für die fünfziger Jahre charakteristische Gestaltungswille traf sich mit der Zweckbestimmung der Schule" (Denkmaltopographie).
Das Gebäude der Glasfachschule steht aus geschichtlichen und künstlerischen Gründen unter Denkmalschutz.

Objektinformationen

Sparte: Weiteres

Funktion: Glasfachschule

Nutzungszeit: (1949) 1955/56 - heute

Zustand: gut

Denkmalschutz: ja


Lage und Zugänglichkeit

Adresse: Mainzer Landstraße 43 / An der Glasfachschule 4, Hadamar

Lage: Im südlichen Teil von Hadamar (Niederhadamar)

Zufahrt: auf der Mainzer Landstraße

Zugänglichkeit: als Fachschule nicht allgemein zugänglich, geöffnet an Tagen der Offenen Tür

Email: glasfachschule-hadamar@gmx.de

Telefon: 06433 91290


Bilder


Abbildungen: (1-2) Otto Volk

Literatur:

  • Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland : Kulturdenkmäler in Hessen : Landkreis Limburg-Weilburg. - Band 1 (Bad Camberg bis Löhnberg); Band 2 (Mengerskirchen bis Weinbach), bearbeitet von Falko Lehmann, 1994, S. 320 f.

Web-Informationen: 

Website der Staatlichen Glasfachschule

Bearbeiter/in: Otto Volk