Weickartshain, Eisensteinwäsche

In der Eisensteinwäsche Weickartshain wurde Erz aus den umliegenden Gruben aufbereitet. Das taube Material, das das Erz umgab, musste zunächst in der Eisensteinwäsche entfernt werden, um das Erz verhütten zu können. 1907 wurde mit dem Bau der Eisensteinwäsche begonnen, ab 1908 war sie in Betrieb. Auftraggeberin war die Gewerkschaft Louise. Vor dem Ersten Weltkrieg war die Eisensteinwäsche Weickartshain die größte Erzwäsche im Vogelsberger Basaltsteinrevier und bereitete 150 Tonnen Fertigerz pro Tag auf.
Angeliefert wurde das Erz zunächst per Dampflokomotive, die später durch direkte Seilbahnen zwischen den Gruben und der Eisensteinwäsche ersetzt wurde. Angebunden war die Eisensteinwäsche an die Nebenstrecke Laubach – Mücke über ein Anschlussgleis.
Verfügte die Eisensteinwäsche zunächst über eine Dampfmaschine mit Riemenübertragung (260-PS-Badenia-Gleichstromlokomotive), war sie ab 1921 mit dem Starkstromnetz der Provinz Oberhessen verbunden. Aufgrund der erschöpften Gruben im Umland, wurde auch die Eisensteinwäsche 1943/44 stillgelegt. Außer dem Wasservorhaltungsbecken ist von der Eisensteinwäsche nichts erhalten.

Objektinformationen

Sparte: Bergbau

Funktion: Eisensteinwäsche

Nutzungszeit: 1907-1943/44

Zustand: nur Reste erhalten

Denkmalschutz: nein


Lage und Zugänglichkeit

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Zufahrt:

Zugänglichkeit:


Bilder


Abbildungen: (1) Eisenerzbergbau in Hessen, Abb. 360

Literatur

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