Gießen, Volkshalle

Die Volkshalle in Gießen wurde 1925 erbaut, Bauherr war der Volkshallenverein Gießen, die Architekten Nicolaus, Schmidt und Harmann. Finanziert wurde der Bau durch den Verkauf von Anteilsscheinen an die Bevölkerung. Die Volkshalle wurde vor allem für Sportveranstaltungen und Ausstellungen genutzt. Doch schon zum Ende der Weimarer Republik und vor allem im Dritten Reich fanden in der Halle auch politische Großveranstaltungen statt, so hielt Adolf Hitler dort am 9. November 1931 seine erste Rede in Gießen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Halle zur Lagerung von Getreide durch die Reichsgetreidestelle in Berlin genutzt. 1945 wurde die Halle in Miller-Hall umbenannt und diente als amerikanisches Sportzentrum.
Der Stahlbetonskelettbau kann über die breite Freitreppe und den dreiportaligen, zentral gelegenen Haupteingang betreten werden. Auffallend im äußeren Eingangsbereich sind die expressionistisch beeinflussten Reliefplatten mit den beiden Ganzfiguren. Im Inneren ist die Dachkonstruktion sichtbar und auf drei Seiten umgibt eine tribünenartige Galerie die Halle.
Die Volkshalle steht einschließlich der schräg auf das Gebäude zulaufenden, oben abgeschrägten Betonmauern aus künstlerischen, städtebaulichen und stadtgeschichtlichen Gründen unter Denkmalschutz.

Objektinformationen

Sparte: Wohnen und Architektur

Funktion: Veranstaltungshalle

Nutzungszeit: 1925 - 1939

Zustand: gut

Denkmalschutz: ja


Lage und Zugänglichkeit

Adresse: Grünberger Straße 143, Gießen

Lage: östlich des Stadtzentrums an der Grünberger Straße

Zufahrt: auf der Grünberger Straße

Zugänglichkeit: nur bei Veranstaltungen


Bilder


Abbildungen: (1) Otto Volk; (2) Denkmaltopographie

Literatur:

  • Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland : Kulturdenkmäler in Hessen : Universitätsstadt Gießen,  bearbeitet von Karlheinz Lang, 1993.

Web-Informationen: 

Bearbeiter/in: Anna Vatteroth