Biedenkopf, Hinterlandmuseum

Das Hinterlandmuseum im Schloss Biedenkopf ist das kulturgeschichtliche Museum für den ehemaligen Kreis Biedenkopf, das sog. Hessische Hinterland. Es wurde am 25. September 1908 von dem ein Jahr zuvor entstandenen Geschichtsverein für den Kreis Biedenkopf, dem heutigen Hinterländer Geschichtsverein, gegründet und hat seinen Sitz von Anfang an im Schloss Biedenkopf, Das Schloss gehörte bis 1937 dem Königreich bzw. Freistaat Preußen ging dann an den Kreis Biedenkopf über. Der Schwerpunkt der rasch anwachsenden Sammlungen, die heute rund 30.000 Objekte umfassen, lag vor allem bei Trachten, Möbelstücken und Alltagsgegenständen aus dem Hinterland. Unter dem Museumsleiter Friedrich Stoppel wurde nach dem Zweiten Weltkrieg eine industriegeschichtliche Abteilung aufgebaut, die den Bergbau und das Hüttenwesen des Hinterlands in ausgewählten Objekten darstellte.

Seit der Kommunalreform von 1974 ist das Schloss Biedenkopf im Besitz des Landkreises Marburg-Biedenkopf, der das Museum seit 1989 hauptamtlich betreuen lässt. Er wird dabei vor allem vom Schlossverein Biedenkopf e.V. ehrenamtlich unterstützt. Nach einer notwendigen baulichen Sanierung des Schlosses wurde die Dauerausstellung 1993 auf etwa 1.000 Quadratmetern Fläche in mehreren Stockwerken neu gestaltet. Zu den Ausstellungsbereichen gehören seitdem auch die Verkehrs-, Industrie- und Handwerksgeschichte.

Objektinformationen

Sparte: Museen

Funktion: Museum

Nutzungszeit: 1908 - heute

Zustand: gut

Denkmalschutz: Ja (Schloss)


Lage und Zugänglichkeit

Adresse: Zum Schloß 1, 35216 Biedenkopf

Lage: über der Stadt Biedenkopf

Zufahrt: den Schildern Richtung "Schloss" folgen

Zugänglichkeit: zu den Öffnungszeiten


Bilder


Abbildungen: (1-8) Otto Volk

Literatur:

  • Bamberger, Gerald; Coburger, Antje: Die Geschichte des Hinterlandmuseums. In: Geschichten und Geschichte unserer Stadt, Band 2, 2004, S. 27-29.

Web-Informationen:

          Wikipedia, Artikel Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf
Bearbeiter/in: Otto Volk