Die Industrialisierung der Region im 19. und 20. Jahrhundert führte auch gesellschaftlich zu erheblichen Veränderungen, die sowohl Städte und Dörfer und ihre Bevölkerung wie viele Einzelpersonen und Familien betrafen.

Auch wenn viele Menschen, etwa in den Bergbau- und Hüttenregionen, weiterhin in ihren Dörfern wohnten und weitere Strecken für ihren Weg zur Arbeit in Kauf nahmen, sind als Zeugen des Wohnens im Industriezeitalter zwei Gruppen von Objekten erhalten, die in ausgewählten Beispielen Teil der Route der Industriekultur in Mittelhessen sind: die Unternehmer- und Direktorenvillen, die sich vielfach bei Hüttenwerken und anderen Großbetrieben finden, und die Arbeitersiedlungen und Betriebswohnungen, die, wenn auch nicht in dem Maße wie etwa im Ruhrgebiet, auch in Mittelhessen entstanden:

Villen von Unternehmern und Direktoren

 

Aßlar, Villa Drebes

Ewersbach, Jung'sche Villa

Dillenburg, Villa Grün

Niederscheld, Direktorenvila der Schelderhütte

Sinn, Herrenhaus der Neuhoffnungshütte

Sinn, Villa Haas

Rodheim-Bieber, Gailsche Villa

Heuchelheim, Villa Rinn

Lollar, Villa Lahnperle

 

 

Arbeitersiedlungen und Betriebswohnungen

 

Münster, Bergarbeitersiedlung

Wetzlar, Arbeitersiedlung Buderusstraße / Eisenstraße

Gießen, Arbeiterhaus Unterhof 25

Gießen, Arbeitersiedlung Landmannstraße

Gießen, Eisenbahnerwohnungen Frankfurter Straße

Trais-Horloff, Bergarbeitersiedlung

Lollar, Buderus-Werkssiedlung Kolonie

Neustadt, Betriebswohnungen Am Steimbel

Neustadt, Betriebswohnungen Graf-Spee-Straße