Steine und Erden - Übersicht

Mittelhessen ist aufgrund seiner vielfältigen, auf kurze Entfernung unterschiedlichen geologischen Gegebenheiten reich an Möglichkeiten, Steine und Erden wirtschaftschaftlich zu nutzen. Dementsprechend wurden und werden an zahlreichen Orten Steinbrüche und Gruben (zumeist obertägig) eingerichtet, in denen das wertvolle Material gefördert werden konnte. Genutzt wurden dabei (neben den bergmännisch erschlossenen Metallerzen und der Braunkohle) u.a. Basalt und Diabas, Marmor und anderer Kalkstein, Schiefer, Sandstein, Ton, Schwerspat und Phosphorit, Kieselgur und Farberde. Die Abbauorte und -betriebe sind inzwischen in vielen Fällen aus wirtschaftlichen und technischen Gründen oder wegen Erschöpfung der Lager geschlossen. Die erhaltenen Standorte und Anlagen sind ein wichtiger Teil der heimischen Industriegeschichte.

 

Standorte der Nutzung von Steinen und Erden in der Route der Industriekultur in Mittelhessen:

 

Basalt und Diabas

Ebsdorfergrund-Dreihausen, Basaltbruch Nickel

Gladenbach-Rachelshausen, Diabasbruch

Homberg (Ohm)-Niederofleiden, Basaltbruch der Mitteldeutschen Hartstein-Industrie

 

Marmor

Villmar, Unica-Bruch

Villmar, Lahn-Marmor-Museum

 

Kalkstein

Dehrn, Kalkwerk am Steedener Weg

Breitscheid-Medenbach, Kalksteinwerke

Wetzlar-Hermannstein, Kalkbruch

 

Schiefer

Villmar-Langhecke, Schiefergruben

Eschenburg-Wissenbach, Schiefergrube Batzbach

Gladenbach, Schiefergrube Erin

 

Ton

Breitscheid, Westerwälder Thonindustrie

 

Schwerspart (Baryt)

Bad Endbach-Hartenrod, Grube Bismarck

 

Phosphorit

Fürfurt, Phosphoritgruben und -werk Albert

 

Kieselgur

Herbstein-Steifurt, Kieselgurgrube

Homberg-Niederofleiden, Kieselgurgrube

 

Farberden

Herborn-Schönbach, Collardins-Mühle