Kunstgussmuseum in Hirzenhain gefährdet

Zu den in ihrer Art in der Region einzigartigen Museen zur Wirtschafts- und Kunstgeschichte zählt das Kunstgussmuseum Hirzenhain (Wetteraukreis). 1947 hatte die Firma Buderus in Hirzenhain, wo schon 1678 eine Eisenhütte existierte, ihrem dortigen Werk eine Kunstgussabteilung hinzugefügt, mit der seitdem auch ein Museum verbunden ist. Neben einer umfangreichen Sammlung von traditionellen Exponaten Berliner Eisens werden im Museum auch Ofenplatten aus der heimischen Produktion und beispielhafte Exemplare jüngeren und aktuellen künstlerischen Schaffens gezeigt.

 

Nach dem Übergang der Buderus-Heiztechnik an die Firma Bosch und dem Ende der Kunstgussabteilung ist nun die Existenz des sehenswerten Museums gefährdet. Es besteht die Gefahr, dass das Haus Anfang 2019 für immer geschlossen wird und die Bestände aufgeteilt oder eingelagert werden. Dieser Verlust würde auch die Museumslandschaft in Mittelhessen und alle Bemühungen um die heimische Industriekultur hart treffen.

 

Der Verein Kunstgussmuseum Hirzenhain e.V. bemüht sich intensiv darum, das Museum in Hirzenhain zu erhalten. Er bedarf dringend der Unterstützung vieler interessierter Besucher. Das Museum eröffnet am Sonntag, dem 4. März 2018, die neue (und möglicherweise letzte) Saison. Es hat von da an jeweils an Sonn- und Feiertagen von 10-12 Uhr und von 13-16 Uhr geöffnet. Für Gruppen können gesonderte Termine vereinbart werden.

Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage des Vereins Kunstgussmuseum Hirzenhain e.V.

 

Foto: Jürgen Faust, Hirzenhain

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